Waldorfschule heute und in Zukunft

Heute wie damals wachsen Kinder in eine sich immer rascher verändernde Gesellschaft hinein. Viele Jugendliche vermissen eine Perspektive für ihr Leben. Mehrere Anläufe in verschiedenen Berufsausbildungen sind üblich. Wie kann die Schule zukünftige Veränderungen vorausschauend berücksichtigen, damit sie dem gesellschaftlichen Wandel nicht hinterherhinkt?

Welche Grundfähigkeiten muss sie ausbilden, damit junge Menschen ihr Leben mit Phantasie und Verantwortungsbewusstsein meistern können? Eine Schule, die in ihrer Methode den Entwicklungsprozessen des Lebens folgt, hat die besten Voraussetzungen, Kinder und Jugendliche auf ihre Zukunft vorzubereiten.

Schon an ihrem ersten Schultag betreten die kleinen Waldorfschüler an der Hand ihres Paten - eines Schülers aus der 6. Klasse - die große Bühne, um sich der Schulgemeinschaft vorzustellen. Von da an treten sie mehrmals jährlich bei Monatsfeiern, Aufführungen oder Konzerten auf.

In den handwerklichen Fächern, in den Praktika, auf den Klassenreisen und bei den Jahresarbeiten lernen sie, inhaltliche und praktische Schwierigkeiten selbstständig zu bewältigen und erwarteten Hindernissen unerschrocken und ideenreich zu begegnen.

In einer lang währenden Klassengemeinschaft erfahren sie in oftmals schwierigen sozialen Prozessen, dass das Gelingen einer Gemeinschaftsaufgabe davon abhängt, dass jeder Einzelne seine Vorstellung einbringt, sich aber auch in die Gemeinschaft einfügt.

In der Arbeitswelt haben ehemalige Waldorfschüler einen guten Ruf. Sie gelten als unbefangen und weltoffen, beweglich und einfallsreich. Arbeitgeber loben ihre Kreativität und Teamfähigkeit. Wie auch immer sich die gesellschaftliche Entwicklung gestalten wird: Die Waldorfpädagogik ist ihrem Wesen nach so beweglich, dass sie den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein wird.